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STRIPPING BOLERO
Rykena/Jüngst

Im Zusammenspiel von markanter Choreografie, herausragender performativer Qualität und poetisch integrierter Audiodeskription sowie Übertitelung kann man in ‘Stripping Bolero’ von Rykena/Jüngst das Gefühl bekommen, ein ganz neues Genre darstellender Kunst zu bewundern. 

–– Peter Sampel, tanznetz.de, 27.01.2026 


Maurice Ravels weltbekannter „Boléro“ ist eine musikalische Komposition, die sich als permanentes Crescendo aufbaut und in purer Ekstase endet. Der Orchester-Klassiker mit Sogwirkung gab dem Choreografie-Duo Rykena/Jüngst aus Hamburg und München Anlass, in ihrem neuen Stück sinnliche und choreografische Höhepunkte zu entwickeln und sie gleichzeitig zu befragen: Auf der Bühne spielen die Performer*innen Emil Leske, Raymond Liew Jin Pin und Lisa Rykena mit Steigerung, Verlangsamung und Verführung. Die Klimax wird aufgebrochen und aus Versatzstücken bekannter Dramen, der Tanzgeschichte oder der Kunst des Striptease neu arrangiert. Tanz, Gebärdensprache und Gebärdensprachpoesie, Audiodeskription und erotisches Storytelling lassen auf der Bühne eine Welt zwischen großen Tragödien und zärtlicher Intimität entstehen. Die vielsinnliche Performance nutzt Verzögerung und Erotik, um eine Ästhetik des Zugangs und der Einladung zu schaffen: Der Theaterraum verdichtet sich, Spannung wird gehalten, löst sich auf, Höhepunkte verschieben sich, Körper stürzen zu Boden oder erzählen Geschichten rückwärts. Eine stilprägende Arbeit in hypnotischer Nähe zum Publikum. Und weil im klassischen Theater der Höhepunkt in der Mitte steht, endet STRIPPING BOLERO, soviel Teasing soll erlaubt sein, mit einem ganz eigenen, überraschenden Höhepunkt. 



TEAM

Künstlerische Leitung Carolin Jüngst & Lisa Rykena

Performance und Ko-Kreation Emil Leske, Raymond Liew Jin Pin, Lisa Rykena

Dramaturgie für blindes und sehbehindertes Publikum Manuela Schemm, Pernille Sonne

Dramaturgie für Taubes Publikum Eyk Kauly, Susanne Tod

Outside Eye Matthias Quabbe

Sounddesign, Musik, Ko-Kreation Audiodeskription, Stimme Raphaela Andrade Cordova

Soundrecherche & Mitarbeit Sound Carl Hoffmann

Bühne Lea Kissing

Kostüm Catharina Holtgrave

Licht Ricarda Schnoor (Hamburg)

Übertitelung & Access-Assistenz Pauline Michel

Künstlerische Produktionsleitung Rat & Tat Kulturbüro

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Audience Development Hark Empen

PR Fotografie Julian Baumann  


Foto© Jonas Fischer


Carolin Jüngst & Lisa Rykena

Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz (München/Hamburg) arbeiten seit 2016 als künstlerisches Duo zwischen den Städten Hamburg und München. In ihren Tanzproduktionen streifen sie durch Striplokale, Varietétheater der 20er Jahre, Ovids Metamorphosen oder queere Comic-Conventions und lassen Meerjungfrauen, She Hulks, expressive Arien, samtene Bühnen und Marmor-Daunenjacken aufeinandertreffen. Sie beschäftigen sich in ihrer Arbeit mit queerfeministischen, intersektionalen und Ableismus-kritischen Körperdiskursen und der Transformation normativer Kategorisierung von Körpern. Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit experimentieren sie exzessiv mit dem Verhältnis von Körper und Stimme und deren Möglichkeiten, sich gegenseitig zu kommentieren und zu befragen. Die Arbeitsweise von Rykena/Jüngst ist geprägt von der Umdeutung von Virtuosität, der Imagination und Manifestation unterschiedlicher Körper und der Bejahung von expressiven und humoristischen Körpern.  


Das Stück enthält Darstellungen von nackter Haut und behandelt sensible Themen wie Tod und Sterben; zudem stehen ein Ruheraum sowie alternative Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.

Eine Produktion von Rykena/Jüngst in Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und in Kooperation mit dem HochX Theater.

Förderer: Konzeptionsförderung EROTICS OF ACCESS der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Unterstützung der Residenzorte: Tanzhaus Zürich, K3 | Tanzplan Hamburg und Dance Nucleus Singapur.

Rykena/Jüngst bedanken sich herzlich bei den oben genannten Institutionen für die Kooperation und das Vertrauen.

DGS, Audiodeskription, Tastführungen 

pulsierendes Licht, Vibration 

Ruheraum, ausleihbare Fidget Toys

Verlassen und Wiedereintreten möglich 

WerksHalle

von 12€ bis 25€

20.06., 18:30 Uhr

21.06., 16:00 Uhr

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