
In dieser Recherche erkunden wir die Schnittstelle zwischen traditionellem chinesischem Tanz (koreanische und Wa-Ethnien) und zeitgenössischem Tanz. Wir lernen keine festen Choreografien. Stattdessen extrahieren wir die „Atmung“ des koreanischen Tanzes und das „Beben“ der Wa-Kultur, um daraus eine neue, moderne Bewegungssprache zu entwickeln. Ein Experiment für Körper und Geist.
Wir untersuchen die physischen Polaritäten zweier chinesischer Ethnien durch die Brille des zeitgenössischen Tanzes:
Koreanische Ethnie: Fokus auf die „Atmung“ (innerer Atem) – Sinken, Suspension und fließende Kurven.
Wa-Ethnie: Fokus auf das „Beben“ (physischer Puls) – Erdung, Rebound und explosive Energie (Haarschwung-Elemente).
Unsere Arbeit umfasst unterschiedliche Recherchephasen:
I. Physische Dekonstruktion
Atem-Sampling: Übungen zur koreanischen Atemtechnik (欲动先静 – Stille vor der Bewegung).
Impuls-Aktivierung: Mikrovibrationen und Gelenkbeweglichkeit basierend auf dem Wa-Stil.
II. Vokabel-Input & Technik
Segment A (koreanisch): „Die unendliche Linie“. Fokus auf die Koordination von Oberkörper und Armen (Fließen vs. Widerstand).
Segment B (Wa): „Der Puls der Erde“. Fokus auf die Kraftübertragung von den Füßen durch die Wirbelsäule bis in die Haarspitzen.
III. Das Labor – experimentelle Phase
Hybrid-Übungen: Was passiert, wenn man den koreanischen Atem mit dem Wa-Impuls mischt?
Dramaturgische Improvisation: Wir entwickeln kurze Sequenzen basierend auf den Themen „Gedächtnis“ und „Bruch mit der Tradition“.
IV. Präsentation & Reflexion
Collective Flow: Eine kurze, strukturierte Improvisation im Raum als Abschluss.
Feedback-Runde: Austausch über die physische Erfahrung.

Pay as you can 5-45€
22.03., 16:00 Uhr

